Metformin & Polyneuropathie
„Ich dachte, ich bilde mir das nur ein..."
Ein Brief an alle, die Metformin nehmen und nachts nicht mehr schlafen können
Dieser Erfahrungsbericht erreichte unsere Redaktion im Herbst. Wir haben die beschriebenen Zusammenhänge mit einer Fachapothekerin und der aktuellen Studienlage abgeglichen.
Mein Körper hat neun Jahre lang geschrien.
Und ich habe neun Jahre lang geglaubt, dass ich mir alles nur einbilde. Weil jeder Arzt mir sagte: Es gibt nichts zu hören.
Meine Werte waren gut. Mein Zucker war eingestellt. Mein Metformin tat, was es sollte.
Aber meine Füße? Die schrien jede Nacht.
Niemand sagte mir, dass mein eigenes Medikament der Grund war.
Wenn Sie Metformin nehmen und Ihre Füße sich fremd anfühlen — dann ist dieser Brief für Sie.
03:14 Uhr. Wieder.
Die grünen Ziffern des Weckers. Neben mir schläft mein Mann. Ich bin wach.
Ich liege da und weiß nicht, ob meine Füße noch unter der Decke sind.
Ich bewege die Zehen — aber was ich spüre, kommt verzögert. Dumpf. Wie durch Schaumstoff.
Dann streift die Bettdecke meinen Fuß. Ein Brennen, das sich anfühlt wie Strom.
Baumwolle auf nackter Haut — und es fühlt sich an wie ein Feind.
Ich stehe auf. Der erste Schritt auf den kalten Flur — und ich weiß nicht, ob ich den Boden berühre.
Meine Füße melden „Watte", wo Fliesen sein sollten.
Ich greife nach der Wand. Im eigenen Haus.
Damals wusste ich noch nicht, dass mein eigenes Medikament mir etwas weggenommen hatte.
Etwas, das meine Nerven zum Überleben brauchen.
„Frau S., Ihre Werte sind hervorragend."
Der Arzt schaut auf den Bildschirm. Nicht auf mich.
Neun Jahre diszipliniert. Acht Kilo abgenommen. HbA1c bei 6,2.
Ich traue mich: „Herr Doktor, meine Füße fühlen sich an wie Watte. Und manchmal brennen sie so, dass ich die Bettdecke nicht ertrage."
„Frau S., Sie sind 64. Verschleißerscheinungen. Ganz normal."
Ich sitze da. Und ich schäme mich.
Denn wenn der Arzt sagt, alles sei gut — und ich trotzdem Schmerzen habe — dann muss ja ich das Problem sein. Oder?
Alles probiert. Nichts geholfen.
B12 aus der Drogerie — drei Monate, nichts.
Magnesium, Fußbäder, Menthol-Salbe.
Wie jemand, der einen Wasserschaden mit einem Handtuch trocknet.
Am Ende ein teureres Präparat aus der Apotheke. Noch mal drei Monate. Nichts änderte sich.
Das Problem war nie die Menge.
Es war eine verschlossene Tür — und kein einziges dieser Produkte hatte den Schlüssel.
Bis zu einer Nacht, in der ich nicht mehr traurig war. Sondern wütend.
Die Nacht der Wut
Ich googelte: „Metformin Nebenwirkungen Füße taub."
Ein Patientenforum. Dutzende Menschen mit meiner Geschichte.
„Meine Füße fühlen sich an, als wären sie eingeschlafen — seit Monaten."
„Arzt sagt, alles normal. Ich sag, das IST nicht normal."
„War bei drei Ärzten. Keiner nimmt mich ernst."
Und dann ein Kommentar, der alles übertönte:
„Fünf Jahre Metformin, perfekte Werte, Füße wie Watte. Bis meine Apothekerin mich gefragt hat, ob jemand mal mein B12 getestet hat. Metformin blockiert die Aufnahme, hat sie gesagt."
Am nächsten Nachmittag stand ich in der Apotheke.
„Bitte setzen Sie Metformin nicht ab."
Die Apothekerin kennt mich mit Namen — neun Jahre Metformin, immer hier abgeholt.
Sie zeichnete etwas auf ein Blatt Papier. Einen Kreis. Eine Tür darin.
„Das ist die Stelle, an der B12 aufgenommen wird. Diese Tür braucht einen Schlüssel: Calcium. Metformin verdrängt das Calcium. Nicht absichtlich — es passiert einfach nebenbei. Aber die Tür geht nicht mehr auf."
„Deshalb hat das Zeug aus der Drogerie nicht geholfen?"
„Die liefern B12. Aber keines liefert den Schlüssel mit."
„Aber der Schlüssel ist nicht das einzige Problem. Ihr Zucker hat die Gefäße verengt — die Straße zu Ihren Nerven ist eng geworden. Und selbst wenn das B12 ankommt: Ihre Nerven brauchen Baumaterial, um die kaputte Isolierung zu reparieren."
Drei Probleme.
Die Tür ist zu.
Die Straße ist eng.
Die Isolierung ist kaputt.
Einzelne Vitamine lösen immer nur eins davon.
Drei Probleme auf einem Blatt Papier. Und neun Jahre ergaben Sinn.
„Die Tür ist nur… zu?"
Ich fragte fast flüsternd.
Die Apothekerin lächelte. „Wenn man Patienten wie Ihnen Calcium gibt, steigt die B12-Aufnahme sogar ÜBER den normalen Wert. Die Tür geht wieder auf. Vollständig."
„Gibt es etwas, das alle drei Probleme auf einmal angeht?"
Sie nickte. Und empfahl mir ein System aus drei Phasen: Aufschließen. Öffnen. Reparieren.
„Ihr Metformin schützt Ihren Zucker. Das hier gibt Ihren Nerven zurück, was dabei verbraucht wird. Ein Ausgleich — kein Gegenmittel."
Ich blieb auf dem Parkplatz stehen.
Die Tür war die ganze Zeit nur zu.
Neun Jahre. Und ich dachte, ICH bin das Problem.
So einfach war das also. Was rausgeht, muss wieder rein.
Woche 1: Fast hätte ich aufgegeben
Die ersten zehn Tage: nichts. Jeden Morgen Watte. Fast hätte ich aufgegeben.
Dann: Wärme. Nicht Brennen — eher wie warme Hände um kalte Füße.
Nach drei Wochen sagte mein Mann: „Du bist irgendwie wacher."
Die Momente, in denen mir ein Wort nicht einfiel — die ich auf „das Alter" geschoben hatte — wurden seltener.
Nach zwei Monaten: Ich setzte den Fuß auf den Boden.
Und spürte den Teppich.
Nicht Watte. Die Fasern unter meinen Zehen.
Der Boden war wieder da.
Ich blieb einfach stehen. Und mir liefen die Tränen. Einfach so.
Ich will hier nicht lügen
Es ist nicht alles gut. Das Kribbeln kommt manchmal zurück.
Aber ich habe wieder Bodenkontakt.
Ich greife nicht mehr nach der Wand. Und ich glaube mir selbst wieder.
Was ich Ihnen noch sagen will
Wenn Ihr Arzt sagt „Werte sind gut" und Sie denken „aber meine Füße nicht".
Wenn Sie seit Jahren Metformin nehmen und niemand hat Ihnen gesagt, was es mit Ihrem B12 macht —
dann gilt das hier für Sie:
Sie sind nicht verrückt. Es ist real. Und es gibt eine Erklärung.
Fragen Sie nach Ihrem B12-Wert.
Fragen Sie nach dem Calcium.
Ich wünschte, jemand hätte mir das neun Jahre früher gesagt.
Hier ist der Bericht, der in jener Nacht alles verändert hat.
Lesen Sie ihn. Nicht für mich. Für Ihre nächste Nacht.
Sie sind nicht verrückt.
Und Sie sind nicht allein.
— Renate S., 64, aus der Nähe von Stuttgart
Der von Frau S. beschriebene Nährstoff-Komplex ist als Leonexin rezeptfrei in Apotheken erhältlich. Er kombiniert Calcium, Hochdosis-B12, Folsäure, UMP und Capsaicin nach dem 3-Phasen-Prinzip „Aufschließen. Öffnen. Reparieren." Mehr zur Zusammensetzung und Studienlage erfahren Sie hier:
Zum vollständigen Bericht & Studienlage →
Dieser Artikel ist ein Erfahrungsbericht und gibt die persönlichen Erlebnisse der Autorin wieder. Die beschriebenen Ergebnisse sind individuell und können variieren. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensweise. Bei gesundheitlichen Beschwerden konsultieren Sie bitte einen Arzt. Setzen Sie verschreibungspflichtige Medikamente niemals ohne ärztliche Rücksprache ab.